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October 21, 2019

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Adventasy - Türchen 19: Tina über das Schreiben über Katzen

December 19, 2018

Wenn ich gefragt werde, was ich schreibe, dann lautet meine Antwort inzwischen Fantasy für Erwachsene, gay romance, ja, und irgendwas mit Katzen. Dieser Satz ist sozusagen der Pitch meiner Arbeit als Teilzeitautorin. Wie es dazu kam? Ganz einfach – ich hatte Sylvia Ludwig von Cover für dich gebeten, mir ein Headerbild für meine Webseite zu bauen, und als sie mich fragte, was es denn repräsentieren soll, sagte ich: Naja, Fantasy für Erwachsene, gay romance, und dann eben noch irgendwas mit Katzen.

 

Das Ergebnis könnt ihr auf meiner Webseite bewundern.

 

Und um irgendwas mit Katzen soll es hier heute auch gehen, denn der Verlag ohneohren beheimatet eines meiner Lieblingsromanprojekte: Roms Katzen.

 

Oft werde ich gefragt, wie ich dazu gekommen bin, neben meinen gay fantasy-Romanen ausgerechnet Katzengeschichten zu schreiben. Ich habe Tiergeschichten schon immer geliebt. Als Kind klebte ich vor dem Fernseher, wenn Frei geboren lief, der wunderbare Dokumentarfilm über die Löwin Elsa. Ich heulte mir bei Watership down und Black Beauty die Augen aus dem Kopf. Aristocats war der erste Film, für den ich ganz allein ins Kino gegangen bin (ich glaube, ich war neun).

Aber so richtig los ging es mit meiner Liebe für Katzengeschichten, nachdem ich Tad Williams‘ Traumjäger und Goldpfote verschlungen und mir mein Mann das Buch Solos Reise von Joy Smith-Aiken geschenkt hatte. Beides traumhafte Romane mit tierischen Protagonisten, die ich deswegen so mag, weil die Katzen darin Tiere bleiben dürfen und trotzdem ihre ganz eigene Mythologie besitzen. Die Katzen sind Katzen, auch wenn sie mit menschlicher Erzählstimme sprechen, sie bleiben zauberhaft und geheimnisvoll.

 

Und genau so etwas wollte ich auch schreiben. Eine märchenhafte, mystische Geschichte, so geheimnisvoll wie die Katzen, die sie erzählen, selbst. Die Idee für Roms Katzen war geboren, und im November 2012 (echt, so lange ist das schon wieder her?) wurde das Projekt zu meinem NaNoWriMo-Roman. Ich hatte unendlichen Spaß dabei, die Geschichte der zwei verfeindeten Katzensippen zu schreiben und von den Abenteuern der Bastet-Katze Maat-Ra und des Sachmet-Katers Sethos zu erzählen, die Träume des rätselhaften Seher-Katers Sia hineinzuweben und mit den Katzen durch ein Rom zu wandeln, das noch immer einen Hauch von Cäsar und Kleopatra in sich trägt.

 

Sehr geholfen haben mir beim Schreiben meine damals noch drei pelzigen Mitbewohner Kater, Leo und Cassiopeia, die mich immer wieder neu inspirierten und von denen ich lernen durfte, wie kätzisches Verhalten in allen Lebenslagen aussieht. Sie haben mir beigebracht, dass ein Augenzwinkern ein Lächeln ist, ein vollkommen zusammenhangloses Fellputzen ein fahriges durch-das-Haar-streichen oder Nasekratzen und ein peitschender Schwanz Unruhe und Aufregung. Wo Menschen die Fäuste geschüttelt und Drohungen ausgestoßen hätten, da legen die Katzen die Ohren an und sträuben das Fell. Ein Fauchen kann Aggressivität oder Furcht bedeuten. So wollte ich meine Katzen schreiben, mit tierischer, nicht menschlicher Körpersprache.

 

Ob es mir gelungen ist, seht ihr, wenn ihr einen Blick in Roms Katzen werft oder in meine kleine im Selbstverlag herausgebrachte Anthologie Seidenpfoten hineinlest.

 

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